Hüftdysplasie beim Hund: Symptome, Behandlung und Physiotherapie

Die Hüftdysplasie, häufig als HD bezeichnet, gehört zu den bekanntesten orthopädischen Erkrankungen des Hundes. Sie kann bereits bei jungen Hunden Beschwerden verursachen oder erst im Erwachsenen- beziehungsweise Seniorenalter durch zunehmende Arthrose auffallen. Eine im Röntgenbild festgestellte Hüftdysplasie bedeutet allerdings nicht automatisch, dass der Hund starke Schmerzen haben muss. Umgekehrt können auch Hunde mit scheinbar nur moderaten Veränderungen deutliche Beschwerden zeigen. Entscheidend sind daher nicht allein die Röntgenbilder, sondern immer auch Bewegungsverhalten, Schmerzen, Muskulatur, Gelenkfunktion und Lebensqualität des einzelnen Hundes.

11/28/20248 min read

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Was ist eine Hüftdysplasie?

Das Hüftgelenk besteht aus dem Oberschenkelkopf und der Hüftgelenkspfanne. Bei einem gesunden Hüftgelenk passen beide Gelenkpartner möglichst gleichmäßig zusammen und werden durch Gelenkkapsel, Bänder und Muskulatur stabilisiert.

Bei einer Hüftdysplasie entwickelt sich das Gelenk nicht normal. Typisch sind eine erhöhte Lockerheit des Gelenks und eine unzureichende Passform zwischen Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne. Durch die instabile und ungleichmäßige Belastung können Knorpel, Gelenkkapsel und angrenzende Knochen geschädigt werden.

Im weiteren Verlauf kann sich eine sekundäre Arthrose, auch Coxarthrose genannt, entwickeln. Diese Veränderungen sind nicht rückgängig zu machen, ihre klinischen Auswirkungen können jedoch häufig durch eine individuell angepasste Behandlung beeinflusst werden.

Wie entsteht eine Hüftdysplasie?

Die Hüftdysplasie ist eine komplexe, multifaktorielle Entwicklungsstörung. Das bedeutet, dass mehrere genetische und umweltbedingte Faktoren an ihrer Entstehung und Ausprägung beteiligt sind.

Zu den Einflussfaktoren gehören unter anderem:

  • genetische Veranlagung

  • Körpergröße und Körperbau

  • schnelles Wachstum

  • übermäßige Energiezufuhr während des Wachstums

  • Übergewicht

  • Art und Umfang der Belastung

  • individuelle Entwicklung von Knochen, Bändern und Muskulatur

Besonders häufig wird HD bei mittelgroßen, großen und schweren Hunderassen diagnostiziert. Sie kann jedoch auch bei kleineren Rassen und Mischlingen auftreten.

Die Erkrankung ist nicht allein die Folge von falscher Bewegung oder Fütterung. Ein Hund kann trotz sorgfältiger Aufzucht eine Hüftdysplasie entwickeln. Gleichzeitig können Gewicht, Wachstum und Belastung beeinflussen, wie stark sich eine vorhandene Veranlagung klinisch ausprägt.

Welche Hunde sind häufiger betroffen?

Ein erhöhtes Risiko besteht unter anderem bei verschiedenen großen und schweren Rassen, beispielsweise:

  • Deutscher Schäferhund

  • Labrador Retriever

  • Golden Retriever

  • Rottweiler

  • Berner Sennenhund

  • Neufundländer

  • Bernhardiner

  • Cane Corso

  • Deutsche Dogge

Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Auch Hunde anderer Rassen und Mischlinge können betroffen sein.

Welche Symptome kann eine Hüftdysplasie verursachen?

Die Beschwerden unterscheiden sich je nach Alter, Ausprägung, Aktivitätsniveau und bereits vorhandenen arthrotischen Veränderungen.

Mögliche Anzeichen bei jungen Hunden

Bei jungen Hunden können Beschwerden durch die Instabilität des Hüftgelenks entstehen. Hinweise können sein:

  • Bewegungsunlust

  • schnelles Ermüden

  • Schwierigkeiten beim Aufstehen

  • wechselnde Lahmheit der Hinterbeine

  • steifer Gang nach Belastung

  • „Hasenhoppeln“ mit beiden Hinterbeinen

  • auffälliges Schwingen der Hinterhand

  • Schwierigkeiten beim Treppensteigen

  • Vermeidung von Sprüngen

  • Probleme beim Spielen mit anderen Hunden

  • Schmerzreaktionen im Bereich der Hüfte

  • geringe Bemuskelung der Hinterhand

Manche junge Hunde zeigen nach einer Phase deutlicher Beschwerden vorübergehend weniger Symptome. Das bedeutet nicht automatisch, dass sich das Hüftgelenk normal entwickelt hat.

Mögliche Anzeichen bei erwachsenen und älteren Hunden

Bei älteren Hunden stehen häufig die Folgen der Arthrose im Vordergrund:

  • Steifheit nach dem Aufstehen

  • Anlaufschwierigkeiten nach Ruhephasen

  • kürzere Schritte der Hinterbeine

  • reduzierte Spaziergangsdauer

  • Schwierigkeiten beim Hinlegen und Aufstehen

  • Vermeidung von Treppen und Sprüngen

  • Probleme beim Einsteigen ins Auto

  • Lahmheit nach stärkerer Belastung

  • Verlust der Hinterhandmuskulatur

  • stärkere Belastung der Vorderbeine

  • verspannte Rücken- und Schultermuskulatur

  • veränderte Sitz- oder Liegepositionen

  • Abnahme von Aktivität und Spielfreude

Nicht jeder Hund mit HD zeigt das typische „Hasenhoppeln“. Auch eine fehlende Lahmheit schließt Schmerzen nicht aus.

Warum stimmen Röntgenbefund und Beschwerden nicht immer überein?

Der Schweregrad der Veränderungen im Röntgenbild und die tatsächlichen Beschwerden können voneinander abweichen.

Ein Hund mit deutlich veränderter Hüfte kann durch eine gute Muskulatur und individuelle Anpassungsmechanismen lange relativ wenig eingeschränkt sein. Ein anderer Hund zeigt trotz weniger auffälliger Röntgenbefunde Schmerzen oder deutliche Bewegungsveränderungen.

Für die Behandlungsentscheidung sollten daher berücksichtigt werden:

  • Schmerzverhalten

  • Gangbild

  • Gelenkbeweglichkeit

  • Muskulatur

  • Stabilität und Koordination

  • Alter und Körpergewicht

  • Aktivitätsniveau

  • Begleiterkrankungen

  • Einschränkungen im Alltag

  • vorhandene Arthrose

  • Lebensqualität

Ein Röntgenbild wird deshalb nie isoliert beurteilt.

Wie wird eine Hüftdysplasie diagnostiziert?

Bei Verdacht auf HD sollte der Hund tierärztlich beziehungsweise orthopädisch untersucht werden.

Zur Diagnostik können gehören:

  1. Anamnese: Entwicklung, Beschwerden, Belastbarkeit und bisheriger Verlauf werden erfragt.

  2. Beobachtung des Gangbildes: Der Hund wird im Stand, Schritt und gegebenenfalls im Trab beurteilt.

  3. Orthopädische Untersuchung: Gelenkbeweglichkeit, Schmerzhaftigkeit, Muskulatur und mögliche Instabilität werden kontrolliert.

  4. Röntgenuntersuchung: Sie dient der Beurteilung von Gelenkform, Passform, Lockerheit und arthrotischen Veränderungen.

Für standardisierte und aussagekräftige Hüftaufnahmen ist in der Regel eine exakte Lagerung erforderlich. Deshalb werden HD-Röntgenaufnahmen häufig unter Sedierung oder Narkose angefertigt.

Bei jungen Hunden können spezielle Untersuchungsverfahren eingesetzt werden, um eine erhöhte Gelenklockerheit frühzeitig zu erkennen. Der geeignete Zeitpunkt und das passende Verfahren sollten mit einer orthopädisch erfahrenen Tierärztin oder einem Tierarzt besprochen werden.

Was bedeuten die HD-Grade?

In Deutschland und anderen Ländern, die nach dem FCI-System beurteilen, werden Hüftgelenke häufig in fünf Grade eingeteilt:

  • HD A: kein Hinweis auf Hüftdysplasie

  • HD B: Übergangsform beziehungsweise nahezu normales Hüftgelenk

  • HD C: leichte Hüftdysplasie

  • HD D: mittlere Hüftdysplasie

  • HD E: schwere Hüftdysplasie

Diese Einteilung beschreibt den Röntgenbefund. Sie sagt nicht allein aus, wie stark ein Hund im Alltag beeinträchtigt ist und welche Behandlung er benötigt.

Wie wird eine Hüftdysplasie behandelt?

Die Behandlung richtet sich nicht nur nach dem HD-Grad. Alter, Beschwerden, vorhandene Arthrose, Körpergewicht, Aktivitätsniveau und individuelle Lebenssituation müssen berücksichtigt werden.

Grundsätzlich kommen eine konservative oder eine operative Behandlung infrage.

Konservative Behandlung

Viele Hunde können zunächst oder dauerhaft konservativ begleitet werden. Meist ist ein multimodaler Ansatz sinnvoll, bei dem mehrere Maßnahmen kombiniert werden.

Dazu können gehören:

  • angepasste Bewegung

  • Gewichtsmanagement

  • tierärztliche Schmerztherapie

  • Hundephysiotherapie

  • gezielter Muskelaufbau

  • Anpassung des häuslichen Umfelds

  • gegebenenfalls unterstützende Ernährungsmaßnahmen

Die konservative Behandlung verändert die knöcherne Fehlbildung nicht. Sie zielt darauf ab, Schmerzen und Entzündungen zu kontrollieren, die Muskulatur zu erhalten und die Beweglichkeit sowie Lebensqualität bestmöglich zu unterstützen.

Körpergewicht

Ein gesundes, eher schlankes Körpergewicht gehört zu den wichtigsten beeinflussbaren Faktoren. Übergewicht erhöht die mechanische Belastung der Hüftgelenke und kann Beschwerden sowie Folgearthrose verstärken.

Bei übergewichtigen Hunden sollte eine Gewichtsreduktion kontrolliert und bedarfsdeckend erfolgen. Starkes Hungern oder ein einseitiges Weglassen wichtiger Nährstoffe ist nicht sinnvoll.

Schmerzmedikamente

Bei schmerzhafter HD oder Arthrose kann eine tierärztliche Schmerztherapie notwendig sein. Welche Medikamente infrage kommen, hängt unter anderem vom Allgemeinzustand, Alter, Begleiterkrankungen und anderen Medikamenten ab.

Gib Deinem Hund niemals eigenständig Schmerzmittel aus der Humanmedizin. Wirkstoffe wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen können für Hunde gefährlich sein.

Auch Nahrungsergänzungsmittel ersetzen bei relevanten Schmerzen keine angemessene tierärztliche Schmerztherapie.

Operative Behandlungsmöglichkeiten

Abhängig von Alter, Gelenkzustand und Beschwerden können verschiedene Operationen infrage kommen.

Dazu gehören unter anderem:

  • juvenile Schambeinfugensymphysiodese bei sehr jungen Welpen

  • doppelte oder dreifache Beckenosteotomie bei geeigneten jungen Hunden

  • Femurkopfhalsresektion

  • künstlicher Hüftgelenkersatz

Nicht jedes Verfahren eignet sich für jeden Hund. Einige gelenkerhaltende Operationen sind nur innerhalb eines begrenzten Altersfensters und vor dem Auftreten ausgeprägter Arthrose sinnvoll.

Ob eine Operation empfohlen wird, sollte mit einer spezialisierten Tierarztpraxis beziehungsweise Tierklinik besprochen werden. Dabei werden der individuelle Befund, die zu erwartende Funktion, mögliche Risiken und die Nachbehandlung berücksichtigt.

Welche Rolle spielt Hundephysiotherapie bei HD?

Hundephysiotherapie kann sowohl im konservativen Management als auch vor und nach einer Operation eingesetzt werden.

Mögliche Therapieziele sind:

  • Schmerzen und muskuläre Spannungen reduzieren

  • Gelenkbeweglichkeit erhalten

  • Hinterhand- und Rumpfmuskulatur kräftigen

  • gelenkstabilisierende Muskulatur aktivieren

  • Koordination und Körperwahrnehmung fördern

  • ungünstige Kompensationsmuster erkennen

  • die Belastbarkeit kontrolliert aufbauen

  • die Vorderhand entlasten

  • Alltag und Bewegung individuell anpassen

Häufig entstehen nicht nur im Hüftbereich Probleme. Durch eine veränderte Belastung können auch Rücken, Knie, Schultern und Vorderbeine stärker beansprucht werden. Deshalb sollte bei der physiotherapeutischen Untersuchung der gesamte Bewegungsapparat betrachtet werden.

Die Physiotherapie kann die Fehlbildung des Hüftgelenks nicht beseitigen. Sie kann jedoch dazu beitragen, vorhandene körperliche Ressourcen zu nutzen und Beschwerden im Rahmen eines multimodalen Behandlungskonzeptes zu beeinflussen.

Welche physiotherapeutischen Maßnahmen können sinnvoll sein?

Abhängig vom Befund können unter anderem eingesetzt werden:

  • sanfte Massagetechniken

  • Behandlung überlasteter Muskulatur

  • vorsichtige Gelenkmobilisation

  • kontrollierte aktive Bewegungstherapie

  • isometrische Muskelaktivierung

  • Gewichtsverlagerungen

  • gezieltes Training von Hinterhand und Rumpf

  • Koordinations- und Körperwahrnehmungsübungen

  • Wärme- oder Kälteanwendungen

  • physikalische Verfahren wie Low-Level-Lasertherapie

  • individuell angepasstes Training für zu Hause

Nicht jede Maßnahme ist für jeden Hund geeignet. Insbesondere bei akuten Schmerzen, starker Instabilität, ausgeprägter Arthrose oder nach einer Operation müssen Intensität und Übungsauswahl individuell angepasst werden.

Darf ein Hund mit Hüftdysplasie spazieren gehen?

In den meisten Fällen ist vollständige Schonung langfristig nicht sinnvoll. Regelmäßige und kontrollierte Bewegung hilft dabei, Muskulatur, Gelenkfunktion, Körpergewicht und allgemeine Belastbarkeit zu erhalten.

Wie viel Bewegung sinnvoll ist, hängt vom individuellen Zustand des Hundes ab.

Häufig besser verträglich sind:

  • mehrere angepasste Spaziergänge statt einer sehr langen Runde

  • gleichmäßiges Gehen in ruhigem Tempo

  • möglichst griffige und ebene Wege

  • kontrollierte Bewegung an der Leine

  • regelmäßige statt stark wechselnde Belastung

  • ausreichende Erholung nach dem Training

Ungünstig können je nach Befund sein:

  • unkontrolliertes Ballwerfen

  • abruptes Beschleunigen und Abbremsen

  • enge Wendungen

  • häufige Sprünge

  • wildes Toben mit schnellen Richtungswechseln

  • wiederholtes Rennen auf glattem Untergrund

  • starke Belastung nach längeren Ruhephasen

  • seltene, dafür übermäßig lange Ausflüge

Das bedeutet nicht, dass jeder Hund mit HD dauerhaft nur kurze Leinenrunden gehen darf. Die Bewegung sollte vielmehr individuell dosiert und schrittweise an die Belastbarkeit angepasst werden.

Sind Schwimmen und Unterwasserlaufband immer geeignet?

Wassertherapie kann sinnvoll sein, ist aber nicht automatisch für jeden Hund mit Hüftdysplasie geeignet.

Beim Unterwasserlaufband können Auftrieb, Wasserhöhe, Geschwindigkeit und Dauer gezielt angepasst werden. Schwimmen erzeugt dagegen andere Bewegungsmuster und ist schwieriger zu kontrollieren.

Berücksichtigt werden müssen unter anderem:

  • Schmerzintensität

  • Gelenkbeweglichkeit

  • Schwimmtechnik

  • Kondition

  • Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen

  • Hauterkrankungen

  • Angst vor Wasser

  • sicherer Ein- und Ausstieg

  • mögliche vorausgegangene Operationen

Wassertherapie sollte daher nicht pauschal als gelenkschonende Standardlösung angesehen werden.

Welche Anpassungen helfen im Alltag?

Kleine Veränderungen können die Hüftgelenke entlasten und die Sicherheit verbessern:

  • rutschfeste Läufer auf glatten Böden

  • geeignete Einstiegshilfen oder Rampen

  • gut gepolsterter und leicht erreichbarer Liegeplatz

  • Vermeidung häufiger unkontrollierter Sprünge

  • kontrolliertes Treppensteigen

  • gut sitzendes Brustgeschirr

  • warmes und trockenes Ruhen

  • kurze Wege zu wichtigen Ressourcen

  • angepasste Krallen- und Pfotenpflege

Bei stärkeren Einschränkungen können Tragehilfen zeitweise sinnvoll sein. Sie sollten passend sitzen und den Hund unterstützen, ohne Druckstellen zu verursachen.

Welche Bedeutung hat die Ernährung?

Die Ernährung kann die anatomische Fehlbildung nicht heilen. Sie spielt dennoch eine wichtige Rolle, insbesondere bei:

  • kontrolliertem Wachstum

  • Erhalt eines gesunden Körpergewichts

  • ausreichender Protein- und Nährstoffversorgung

  • Gewichtsreduktion

  • Versorgung mit essenziellen Fettsäuren

Welpen großer Rassen sollten bedarfsdeckend, aber nicht übermäßig energiereich ernährt werden. Auch eine unkontrollierte zusätzliche Calciumgabe kann problematisch sein.

Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht wahllos kombiniert werden. Für manche Bestandteile gibt es Hinweise auf einen unterstützenden Nutzen bei Arthrose, die Wirksamkeit ist jedoch je nach Produkt, Dosierung und Zusammensetzung unterschiedlich.

Kann man einer Hüftdysplasie vorbeugen?

Eine vollständige Vorbeugung ist nicht immer möglich, weil die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle spielt.

Das Risiko beziehungsweise die Ausprägung kann jedoch durch verantwortungsvolle Zucht und eine passende Aufzucht beeinflusst werden:

  • Zuchteinsatz untersuchter Elterntiere

  • kontrolliertes Wachstum

  • bedarfsdeckende Fütterung

  • Vermeidung von Übergewicht

  • altersgerechte, regelmäßige Bewegung

  • Vermeidung wiederholter starker Stoßbelastungen im Wachstum

  • frühzeitige Untersuchung bei Auffälligkeiten

Welpen sollten nicht vollständig geschont werden. Sie benötigen Bewegung für ihre körperliche Entwicklung. Entscheidend sind angemessene, abwechslungsreiche und selbstbestimmte Aktivität sowie die Vermeidung dauerhafter Überlastung.

Wann sollte Dein Hund tierärztlich untersucht werden?

Eine Untersuchung ist sinnvoll, wenn Dein Hund:

  • wiederholt oder dauerhaft lahmt

  • Schwierigkeiten beim Aufstehen zeigt

  • plötzlich weniger laufen möchte

  • Treppen oder Sprünge verweigert

  • nach Bewegung deutliche Schmerzen hat

  • ein oder beide Hinterbeine auffällig entlastet

  • Muskulatur an der Hinterhand verliert

  • Berührungen an Rücken oder Hüfte abwehrt

  • trotz Behandlung zunehmend schlechter läuft

  • als junger Hund auffällige Hinterhandbewegungen zeigt

Plötzliche starke Schmerzen, vollständige Entlastung einer Gliedmaße oder neurologische Auffälligkeiten müssen zeitnah beziehungsweise notfallmäßig abgeklärt werden. Nicht jede Hinterhandlahmheit wird durch eine Hüftdysplasie verursacht.

Fazit: HD bedeutet nicht automatisch Bewegungsverbot

Ein Hund mit Hüftdysplasie benötigt weder pauschale Dauerruhe noch ein beliebiges Standardtraining. Entscheidend sind eine verlässliche Diagnose, angemessene Schmerztherapie, gesundes Körpergewicht und individuell dosierte Bewegung.

Durch eine Kombination aus tierärztlicher Behandlung, Physiotherapie, angepasstem Training und sinnvoller Alltagsgestaltung lässt sich die Lebensqualität vieler betroffener Hunde langfristig unterstützen.

Mobile Hundephysiotherapie bei Hüftdysplasie in Bispingen und im Heidekreis

Hat Dein Hund eine diagnostizierte Hüftdysplasie, zeigt Schwierigkeiten beim Aufstehen oder verliert Muskulatur an der Hinterhand?

Als mobile Hundephysiotherapeutin unterstütze ich Hunde in Bispingen, Soltau und im Heidekreis direkt in ihrer vertrauten Umgebung. Nach einer ausführlichen Befundaufnahme erstelle ich einen individuell angepassten Therapie- und Trainingsplan für Deinen Hund.

Vorhandene Röntgenbilder und tierärztliche Befunde kannst Du gerne zum Termin bereithalten.

© Pfoten.Fit. Hundephysiotherapie Denise Balazs

Alle Rechte vorbehalten

Ein Teil der Fotos wurde von © Deborah Schultz Fotografie erstellt und bearbeitet.